Q&A: Sind unabhängige Makler für Versicherungen und Finanzen wirklich so unabhängig? Welche sind gut? z.B. MLP?

Geschrieben am 24. Januar 2012 – 01:37 | by freierversicherungsmakler |

Frage von OneWorld: Sind unabhängige Makler für Versicherungen und Finanzen wirklich so unabhängig? Welche sind gut? z.B. MLP?
Hallo. Ich bin Student und habe noch das ganze (risikoreiche *g*) Leben vor mir. Langsam muss ich mich auf eigene Füße stellen und damit mich mit lästigen Dingen rumschlagen, wie Versicherungen und Finanzen, die sonst meine Eltern für mich erledigt haben.

Nun bin ich sehr unerfahren und extrem misstrauig auf diesem Gebiet.

Wenn dann mal ein Versicherungsfall eintritt, gibts nicht selten irgendeine Klausel, die diesen oder jenen Schaden ausschließt und meine ach so angepriesene Versicherung ist wertlos.

Als nächstes kommen diese Makler, die allesamt extrem aufdringlich und psychologisch erfahren sind. Eigentlich hätte ich schon Bedarf in Finanziellen und Versicherungsdingen, der auch langfristig und vertrauensvoll sein soll. Aber ich weiß nicht, welchen Leuten ich mich da anvertrauen kann. Ich sag nur Lehmann Zertifikate bei der Sparkasse! Im Grunde kann man doch NIEMANDEN vertrauen, der für seine Arbeit Provision bekommt?!

Wie steht es da mit den “unabhängigen” Versicherungsmaklern? Ich habe da gerade einen von MLP an der Backe. Habe dort bei einem kostenfreien “Bewerbungs- und Karriereseminar” teilgenommen, welches im “Nachbereitungsgespräch” in eine Verkaufsveranstaltung ausartete. Der (extrem “kumpelhafte”) MLP-Mann hat angeblich den vollen Zugriff auf alle Versicherungen und Finanzdienste auf dem Markt und ist an niemanden gebunden, was mein Vorteil sein soll. Im Endeffekt kassiert er doch auch wieder eine Provision und berät natürlich die Sachen mit hohen Provisionen.

Gibt es denn keine Berater, die man für ihre Dienste selbst bezahlt, ohne dass sie Provisionen einstreichen? Dann bekäme man ja WIRKLICH mal das Beste, oder? Das wäre doch eine kluge Investition in die Zukunft? An wen kann man sich da wenden?

Außerdem habe ich gehört, dass es die Möglichkeit gibt die Provision selber einzutreichen, indem man selbst Makler wird. Lohnt sich das? Also ich hab im September nix weiter zutun… *g*

Wo kann man eigtl. mal einsehen, wie hoch die Provisionen sind?
Nochmal der Link zu den unabh. Versicherungsmaklern http://de.answers.yahoo.com/question/index;_ylt=AlqvR5P.J_rrqMh2UA7wMlX.Cwx.;_ylv=3?qid=20090714034753AAaZx9n

Beste Antwort:

Answer by DG
Eine Frage: Woher bekmmen die ihren Lohn? Sind sie also unabhängig oder doch vom Geld gesteuert? Wer am meisten zahlt, dessen Dienste werden verkauft.

16.7.09: Ich will damit sagen, es gibt keine unabhängige Makler. Auch sie wollen/müssen Geld verdienen. Sie verkaufen das, was Geld gibt. Warum bekommt man sonst so viele Anrufe von Krankenkassen oder Versicherungen? Die eigene KK/Versicherung ist immer teurer als eine andere und damit lässt es sich leben, aus der Sicht eines Maklers.

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  1. 4 Kommentare zu “Q&A: Sind unabhängige Makler für Versicherungen und Finanzen wirklich so unabhängig? Welche sind gut? z.B. MLP?”

  2. Von zardoz.cologne zu 24.01.2012 | Antworten

    Auch Makler leben von den Provisionen und haben damit immer einen Zielkonflikt.

    Wie das bei MLP ist, weiß ich nicht im Detail. Ich weiß aber, dass zum Beispiel die Konkurrenz mit bestimmten Banken und Versicherungen Exklusivverträge abgeschlossen hat und nun alle Mitglieder, Partner gehalten sind, deren Kram an den Mann zu bringen.

    Makler haben meist einen gewissen Kreis von Anbietern, deren Produkte sie verkaufen wollen. Du kommst nicht daran vorbei, Dich ernsthaft mit den Angeboten zu beschäftigen und sie selbst zu vergleichen.

    Was suchst Du eigentlich…eine Finanzanlage..Absicherung fürs Alter…Krankenversicherung….das sollte erst mal geklärt werden. Wenn es um Standard-Versicherungen geht….ggf. Stiftung Warentest o. ä.

  3. Von dwgaf zu 24.01.2012 | Antworten

    Es gibt bei Versicherungen drei Vertriebswege:

    1. Ausschließlichkeit
    Der Vertreter ist für eine einzige Gesellschaft tätig und darf nur deren Produkte verkaufen. Dabei kann es vorkommen, dass ein bestimmtest Produkt nicht unbedingt auf die Bedürfnissen des Kunden passt, aber er hat nun einmal nichts anderes anzubieten.

    2. Makler
    Der Makler vertritt mehrere Gesellschaften und hat somit eine wesentlich bessere Möglichkeit, die Wünsche des Kunden zu berücksichtigen. In der Praxis wird er jedoch primär das Produkt verkaufen, an dem er die größte Marge (Gewinnspanne) abgreifen kann. Unabhängig bedeutet, dass er keiner Versicherungsgesellschaft oder Bank gehört oder diese an seinem Maklerbüro beteiligt sind.
    Beispiel: MLP, AWD, VMS
    Gegenbeispiel: Deutsche Vermögensberatung DVAG, OVB

    3. Mehrfachagent
    Der Mehrfachagent bietet Produkte mehrer Gesellschaften an und hat demnach größere Steuerungsmöglichkeiten als ein Ausschließlichkeitsvertreter. Im Gegensatz zum Makler verkauft er nicht nur die Produkte anderer Gesellschaften, sondern betreut die Kunden auch und kümmert sich um Schadenregulierung und Anfragen.

    Um in der Versicherungsbranche tätig sein zu dürfen, braucht man eine Eigunungsprüfung. Die Mindestanforderung ist hier der Versicherungsfachmann BWV oder IHK. Als Mehrfachagent oder Makler ist eine Zulassung nach § 34e (reine Beratung, kein Verkauf), 34d (Verkauf von Versicherungs- u. Bausparprodukten) oder sogar 34c (Immobilienverkauf u. -finanzierung, Investment) nach der Gewerbeverordnung erforderlich.

    Gefeit ist vor irgendwelchen Schlitzohren natürlich niemand.
    Aber eins haben alle Schlitzohren gemeinsam: Sie spekulieren (meist erfolgreich) mit der Gier der Menschen.
    Zum einen locken sie im anlagebereich mit enormen Renditen, zum anderen im Assekuranzbereich mit niedrigen Prämien.
    Dabei finden sie immer wieder Opfer, die sich aufgrund von hohen Gewinnaussichten oder drastischen Einsparungen bei Pträmien blenden lassen.

    Niemand, auch keine Versicherung, hat etwas zu verschenken.
    Niedrige Prämien büßt der Kunde mit lückenhafter, unzureichender Absicherung oder Leistungsverweigerung im Schadensfall, hohe Renditen mit hohem Anlagerisiko und damit verbundenem Kapitalverlust.
    Die Versicherungsbranche funktioniert wie jeder Wirtschaftsbetrieb.
    Einen Porsche Carrera gibt es nicht zum Preis eines Fiat Panda.

    MLP gehört übrigens zu den seriöseren Anbietern der Branche.
    Aber jedes Unternehmen steht oder fällt mit dem (selbständigen) Kooperationspartner, der für ihn verkauft und betreut.

  4. Von funship zu 24.01.2012 | Antworten

    Natürlich gibt es Berater, die man selbst für ihre Arbeit bezahlt. Stehen im Telefonbuch unter Finanzberater. Natürlich sind die nicht ganz billig: Nach meiner Schätzung wirst du deren Dienste kaum unter 200€ pro Stunde in Anspruch nehmen können. Das lohnt sich kaum, wenn es nur darum geht, welche Hausrat- oder Kfz-Versicherung man wählen soll.

    Wenn du Zeit hast, mach dich selber schlau. Lies, soviel du kannst, zu diesem Thema. Bücher, Zeitschriften, Internet, Tageszeitungen… und bilde dir dein eigenes Know-How. Wenn du dann eines Tages doch mal zu einem Honorarberater gehst, weißt du schon, welche ragen du stellen musst – das macht die Sache billiger, als wenn er dir alles von Adam und Eva anfangend erklären muss.

  5. Von Tom F zu 24.01.2012 | Antworten

    Makler sind auch nur Menschen, so wie Du oder ich! Der Makler bewegt sich frei am Markt. Er ist also immer unabhängig und frei von jeglichen “Druck” der Versicherungen. Natürlich muss er Geld verdienen, er bekommt es durchs Vermitteln von Versicherungen. Er wird viel verdienen oder auch weniger, ganz nach seinem Vermögen über die Art seines Verkaufes. Viele haben sich in den letzten Jahren eine goldene Nase mit dem Verkauf von Lebensversicherung usw. verdient. Heute sieht das anders aus. Leistung zählt und diese Eigenschaft haben eigentlich wenige Makler am Markt. Suche sie und bemühe Dich, wenn Du diese Richtung einschlagen willst, dann sei Dir dieser Weg offen.

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